Das kleine Kind läuft, fällt und weint. Sofort ruft jemand „Alles ist gut!“ oder „Ist doch nichts passiert!“ Bei meiner Tochter gern genutzt werden Sätze wie „Komm, wir holen dir schnell ein Eis.“ und „Möchtest du einen Lutscher?“ Sobald ein Kind weint, wollen wir es ablenken. Den Schmerz wollen wir relativieren. Den Fokus auf etwas Positives lenken. Ich habe zwei Kinder verloren. Ich durchlebte den größten Schmerz und wie reagierten meine Mitmenschen? Sie wollten mich ablenken. Klingt ziemlich hart, aber tatsächlich versteckt sich dieses Ablenken wollen unter dem wohlwollenden Worten „Trost spenden“. Das Prinzip ist exakt dasselbe. Der Schmerz wird relativiert: · „Das war ja noch kein richtiges Baby.“ · „Gut, dass es so früh passiert ist.“ · „Vermutlich wäre es schwer krank gewesen und euch ist ...