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Posts mit dem Label "Erziehung" werden angezeigt.

Trost

    Das kleine Kind läuft, fällt und weint. Sofort ruft jemand „Alles ist gut!“ oder „Ist doch nichts passiert!“ Bei meiner Tochter gern genutzt werden Sätze wie „Komm, wir holen dir schnell ein Eis.“ und „Möchtest du einen Lutscher?“ Sobald ein Kind weint, wollen wir es ablenken. Den Schmerz wollen wir relativieren. Den Fokus auf etwas Positives lenken.   Ich habe zwei Kinder verloren. Ich durchlebte den größten Schmerz und wie reagierten meine Mitmenschen? Sie wollten mich ablenken. Klingt ziemlich hart, aber tatsächlich versteckt sich dieses Ablenken wollen unter dem wohlwollenden Worten „Trost spenden“. Das Prinzip ist exakt dasselbe. Der Schmerz wird relativiert: ·          „Das war ja noch kein richtiges Baby.“ ·          „Gut, dass es so früh passiert ist.“ ·          „Vermutlich wäre es schwer krank gewesen und euch ist ...

Bindung

Diese Sache mit der Bindung... Wie viele andere auch, bin ich auf Instagram unterwegs und als Mutter folge ich selbstverständlich den ganzen Instamuttis, die, die ihre Kinder so schön in Szene setzen, bei denen es nie dreckig ist und die den ganzen Tag freudestrahlend mit ihren Kindern spielen. Die, die über bedürfnisorientierte Erziehung predigen und vor allem über die heilige Bindung zwischen Mutter und Kind. Seitdem ich selbst auch zu diesem Club der Mütter gehöre, reflektiere ich vieles aus meiner Kindheit, meiner Erziehung und vor allem aus dem Verhältnis zu meinen Eltern. Dieses reflektieren ist keine angenehm Sache. Man muss eben den ganzen Kram aus dem Keller hoch holen und sich überlegen, was ist das? Warum habe ich das? Will ich das behalten? Mit anderen Worten: was ist bei mir schief gelaufen und wie mach ich das bei meinem Kind besser? Während diesem Reflektieren stoße ich also in der perfekten Instawelt auf den Begriff der Bindung und überlege mir, wie ist mein...