Kürzlich ereilte mich ein Schicksalsschlag. Einer, bei dem es um Tod, Trauer, Schmerz geht. Einer, den ich mit vielen anderen Menschen teile. Einer, der in unserer Leistungsgesellschaft keinen Raum hat. Ich wusste, dass solche Dinge passieren. Ich wusste, dass es jeden treffen kann. Ich wusste, dass ich keinen Einfluss darauf habe. Dennoch traf es mich völlig unvorbereitet, völlig schutzlos und ich merkte, ich wusste gar nichts. Nichts über Tod. Nichts über Trauer. Über Schmerz schon ein bisschen, aber dies war eine andere Art von Schmerz. Die Art Schmerz, die nie vergeht. Endgültig. Ich teilte meinen Mitmenschen mit, was geschehen war. Ich hatte die langersehnte Schwangerschaft verkündet und nun musste ich deren Ende verkünden und ich bekam Mitgefühl und Anteilnahme von unerwarteter Seite. Menschen, mit denen mich sonst nichts verbindet, schrieben mir, fragten nach mir, waren da für mich. Auch wenn es schwer fällt, sich mit dem Leid anderer zu beschäftigen, so wissen wir d...